Der silberne Bogen – David A. Gemmell

5 von 5 Punkten – Der silberne Bogen ist der 1. Teil der Trilogie einer Neuinterpretation der Ilias von Homer und auch der Beste der drei Romane. Jegliche Zauberei, alle Götter etc. werden weggelassen. Die Geschichte bekommt einen „historischen“ Touch. Alle handelnden Personen sind sehr fein gezeichnet, auch jemand, der zwei Seiten später stirbt, bekommt einen Background. Gemmells Romane sind Erwachsenen-Fantasy: Es fließt viel Blut, es gibt Vergewaltigungen und Folter, die Bösen sind so abgrundtief böse, dass man gerne selbst zum Schwert greifen möchte, um sie niederzumachen. Wer mehrere Gemmells kennt, für den ist das nichts neues, auch die strauchelnden „Helden“ kommen einem manchmal bekannt vor.

Percy Jackson 01. Diebe im Olymp – Rick Riordan

1 von 5 Punkten – Ganz, ganz fürchterlich. Die Idee ist schlecht, der Stil ist schlecht, das ganze Buch ist schlecht. Das einzig Nette ist die Sichtweise auf Hyperaktive. Und da anscheinend so viele Leser meiner kurzen Rezension doch noch mehr erfahren wollen: 1. Die schlechte Idee: Die Geschichte ist in der Gegenwart Amerikas angesiegelt, wohin die Griechischen Götter umgezogen sind, da es ihnen dort anscheinend besser gefällt. Obwohl die drei großen Götter vereinbart haben, keine „Halbgötter“ mehr zu zeugen, gibt es doch einen Haufen von Teenagern, die mit Superkräften ausgestattet sind. Diese werden in einem Feriencamp ausgebildet. Als Zeus‘ Blitz gestohlen wird, fällt der Verdacht auf Percy, der seine Unschuld beweisen muss, indem er den Blitz wiederbeschafft. 2. Der schlechte Stil: Götter verkleiden sich als Rocker und Rollstuhlfahrer, Kapitel heißen z.B. „Ein Gott lädt uns zu Cheeseburgern ein“, „Wir bringen ein Zebra nach Vegas“, was viel über den Schreibstil innerhalb dieser Kapitel aussagt. 3. Das gaaanz schlechte Buch: Vom Anfang bis zum Ende gelingt es dem Autor nicht, mehr als einen wilden Mix aus griechischen Mythen zusammenzukleben, dessen Kleber sich genauso schnell auflöst wie die getöteten Kreaturen: Sie gehen in Rauch auf, schön blutleer.

Eine Hexe mit Geschmack – A. Lee Martinez

1 von 5 Punkten – AAAHH! Hab ich mich geärgert. Beide vorherigen Bücher waren super und jetzt musste ich mir eine überhebliche Junghexe, die in der Einöde aufwächst und allem, wirklich allem in der großen bösen Welt gewachsen ist, durchlesen. Sie war nicht eine Sekunde in Gefahr und es war keine Sekunde spannend. Martinez hat das Buch in der ICH-Perspektive verfasst und es wirklich total versaut.