4 von 5 Punkten – Die Bestien Chroniken von Greg Walters spielen in einer römischen Welt, deren letzte Stadt Kol von einer magischen Kuppel vor Monstern beschützt wird. Drei junge Erwachsene kommen auf unterschiedlichen Wegen ins Kolosseum, um dem Volk ein blutiges Vergnügen zu bereiten: Während die stotternde Ceres in der Magierakademie einen Mitschüler verletzt, wird der Waise Tarl, der die Gefühle der Bestien spüren kann, von einem alten Gladiator verraten und der muskelbepackte Barbar Balger von Kopfgeldjägern gefangengenommen. Im Kolosseum nimmt sich der Zwerg Magnus, der Schmied und Narr zugleich ist, der drei Neuankömmlingen an und lehrt sie alles über die Bestien, gegen die sie antreten müssen.
Nachdem sie ihre erste Bewährungsprobe überlebt haben, stehen ihnen nur noch sechs weitere Jahre bevor. Doch das unverhoffte Angebot eines geheimnisvollen Fremden könnte sie vor dem Kolosseum retten: Sie sollen ein magisches Artefakt aus einer weit entfernten Ruine holen. Dazu müssen sie nur lebend durch das Herrschaftsgebiet der Bestien gelangen …
Greg Walters führt die Charaktere in kurzen Kapiteln einzeln ein, so dass man ihren Hintergrund kennt, bevor sie im Kolosseum aufeinandertreffen und zu Gefährten werden müssen. Das antike römische Setting gibt dem Roman einen spannenden Rahmen, den man nicht so oft im Fantasy-Genre findet. Es bleiben viele Fragen unbeantwortet, so dass man schnell zum nächsten Band greifen möchte. Ein paar kleine logische Schnitzer und die (noch) flachen Charaktere schmälerten das Lesevergnügen nur wenig für mich.