Elfenwinter – Bernhard Hennen

5 von 5 Punkten – Man muss den ersten Teil nicht gelesen haben, um den zweiten zu verstehen. Leser, die meine Kritik von „Die Elfen“ kennen, werden sich vielleicht fragen, warum ich überhaupt die Fortsetzung in die Hand genommen habe. Ich kann aber auf die anderen Bücher von Hennen verweisen, die mir sehr gut gefielen. Also Grund genug, dem Autor noch eine Chance zu geben. Und er hat mir meinen Vertrauensvorschuss mit Zinsen zurückgezahlt! Elfenwinter ist von der ersten Sekunde an spannend, packend und ein großes Lesevergnügen. Über wieder fast 900 Seiten entführt Bernhard Hennen in die schillernde Welt der Spitzohren und das kalte Fjordland der Menschen. Diesmal werden aber keine Jahrhunderte mit sinnloser Suche nach Sandkörnern vergeudet, denn die Trolle haben zum Angriff geblasen.

Der Roman wird mit jedem Kapitel brutaler. Die Gewaltdarstellungen steigern sich bis zur persönlichen Schmerzgrenze der meisten Leser, ohne sie jedoch zu überschreiten. Abgetrennte Gliedmaße bilden den Auftakt, Folterungen und Kanibalismus steigern sich mit dem Ausmaß des Krieges. Bei all dem Blut und Gedärm bliebt die Geschichte zum Glück nicht auf der Strecke.

Hinterlasse einen Kommentar