3.5 von 5 Punkten – Jig lebt in einem von Höhlen und Tunneln durchzogenen Berg. Er ist ein besonders schwächlicher Goblin und damit in der Hackordnung ganz unten. Die einzige Abwechslung vom Latrinenschrubben ist das Wechseln der Feuerschalen, eine ölige und brenzlige Angelegenheit. Doch dann nimmt ihn sein tyrannischer Vetter mit auf einen Wachtdienst, den sich Jig als Aufstiegschance vorstellt. Lieder laufen sie einer Heldentruppe in die Arme, die alle bis auf ihn dahinmetzelt. Die klassische Gruppe aus Krieger, Zwerg, Zauberer und Dieb zwingt den ängstlichen Goblin, sie zum Drachenhort zu führen. Doch leider kennt er den Weg selbst nicht, was er aber lieber keinem sagt.
Die Geschichte klingt nicht originell, aber amüsant, was sie auch ist. Mit einem Augenzwinkern lässt der Autor die Abenteurer allerlei Gefahren durchleben, angefangen vom Trollen und Ogern, über Nekromanten und Untote bis zum tödlichen Drachen. Er erreicht nicht den beißenden Humor der „Zwerge“ oder den Tiefgang der „Elfen“, aber das hätte zu den kleinen Goblins auch nicht gepasst.
Die Taschenbuchausgabe von BasteiLübbe hatte anscheinend die Vorgabe nicht mehr als 350 Seiten stark sein zu dürfen, was man mit besonders kleiner Schrift erreicht hat.