3,5 von 5 Punkten – Waylander war ein Auftragsmörder. Inzwischen er hat genug Reichtum angesammelt, um in einem anderen Land ein luxuriöses Leben zu führen. Doch irgendwie hängt er seinem alten Leben nach, nicht dem Töten für Geld, sondern der Jugend und der Perfektion seines Berufs. Auch der Tod seiner Familie lässt ihn nicht los, all der Wohlstand vermag seine Schuldgefühle nicht zu überdecken. Obwohl er sich aus allem heraushalten will, zwingen ihn Ehrgefühl und Freundschaft in den Kampf gegen eine aufziehende Dämoneninvasion.
David Gemmell nimmt sich gerne seiner Figuren erneut an und führt ihr Leben in neuen Geschichten weiter. Im Fall „des dunklen Prinzen“ ging es völlig daneben, hier ist es ihm aber recht gut gelungen. Die Geschichte ist leider nicht wirklich originell, und die Anleihen bei der Terrakotta-Armee wirken etwas bemüht. Die fein gezeichneten Charaktere machen aber die Stärke des Buches aus, denn ihre Entscheidungen sind stets nachvollziehbar. Die Handlung ist straff und der Spannungsbogen auf 500 Seiten nicht überzogen. Waylander der Graue bildet einen würdigen Abschluss für einen der zwiespältigsten Helden des Drenai-Univerums.