5 von 5 Punkten – Die Hintergrundgeschichte ist erstmal schnell erzählt: Ein Wikingerverschnitt, ein Dandy mit Fechteisen, ein neunmalkluger Zauberer und eine rachesüchtige Streunerin finden unfreiwillig zusammen, um die Welt vor einer unbestimmten Bedrohung zu retten. Klingt uninteressant. Aber: Da ist auch Glokta, der Krüppel, der für die Inquisition arbeitet und mit seinen beißenden Gedankenkommentaren für viel Abwechslung sorgt. Und dann ist da noch die sehr detail- und abwechslungsreiche Fantasywelt, die einer High-Fantasy wirklich würdig ist.
Die 800 Seiten sind dank der parallelen Handlungsstränge nie langweilig. Und dass, obwohl die Handlung nicht wirklich rasant voran geht. Es sind eher die Figuren, die fesseln. Aber keine Sorge, es handelt sich bei den Kriegsklingen nicht um eine Charakterstudie. Blut, Folter und abgehackte Gliedmaßen kommen auch zu ihrem Recht.
Eigentlich müsste ich für den misslungenen deutschen Titel, der absolut nichts mit der Geschichte zu tun hat, einen Punkt abziehen. Ebenso für das schwache Cover.