3.9 von 5 Punkten – Der Wälzer bildet mit seinen 800 Seiten den Auftakt einer zehnteiligen Serie. Die deutschen Fortsetzungen wurden leider gesplittet, wohl um mal wieder mehr Geld aus dem Kunden herausholen zu können. Nun aber zum Inhalt: Der Kontinent Genebackis soll dem Malazanischen Imperium einverleibt werden. Als die zweijährige Belagerung einer der letzten freien Städte mit einem Kraftakt aus Truppen und Magiern beendet werden soll, kommt es zur Katastrophe. In einem weiteren Handlungsstrang wird ein junger Offizier des Imperiums zum Kommandanten der „Brückenverbrenner“ ernannt, einer ehemaligen Eliteeinheit, die nun für die Infiltrierung des Feindes zuständig ist. Darüber hinaus lernt man den fetten, verrückten Magier Kruppe kennen, der sich redlich müht mit seinen zwielichtigen Freunden profitable Beutezüge zu machen, während drohend über der Stadt ein fliegender Berg schwebt, der von einem alten, magiebegabten gottähnlichen Volk bewohnt wird. Aber das sind noch lange nicht alle Charaktere. Ungefähr über die Hälfte des Buches werden neue Figuren eingeführt, wird das Magiesystem um neue Facetten erweitert, treten weitere „aufgestiegene“ Götter auf den Plan. Der Autor schafft eine sehr komplexe Welt, die der Leser noch lange nicht erforscht haben wird, wie die zehn/zwanzig Teile vermuten lassen. Das Buch hat einen ausführlichen Anhang, auf den ich öfter zurückgreifen musste, um nicht den Überblick zu verlieren. Insgesamt gefällt mir „das Spiel der Götter“ aufgrund seines Detailreichtums und seiner fantastischen Ideen sehr gut. Leider will Erikson zu viel auf einmal und schreckt auch vor dem einen oder anderen Superlativ nicht zurück.
Die Gärten des Mondes (Das Spiel der Götter 1) – Steven Erikson