2.5 von 5 Punkten – Das gute Cover und die klare Ansage des Titels ließen mich schnell zugeifen. Das Buch fängt auch vielversprechend an: Vor Generationen wurden die Weisen aller Länder zu der geheimnisvollen Insel Ji gerufen. Sie betraten eine Höhle und kehrten nach langer Zeit verwirrt und gebrochen zurück. Da sie ihr Geheimnis nicht preisgeben wollten, fielen sie in Ungnade. Ihre Nachkommen ehrten die Insel, ohne deren Bedeutung zu kennen. Als wieder ein solchen Treffen kurz bevorsteht, sterben die Erben durch die meuchlerischen Züu, fanatische Krieger. Der Fischerjunge Jan, der Schausteller Rey, der scheigsame Waldläufer Grigan, der Riese Bowbaq, die Zauberin Corenn und die kleine Leti entkommen den Anschlägen und machen sich auf zur Insel Ji …
Das klingt nicht ganz neu, aber auch interessant. Ein großes Geheimnis, eine Abenteuerfahrt und eine bunte Gruppe von Gefährten sind bekannte Zutaten für vergnügliche Lesestunden. Leider ist das Buch mit 320 Seiten äußerst kurz geraten. Der französische Autor Grimbert lässt sich viel Zeit, seine Welt zu entwerfen (und hängt 40 Seiten Glossar an), anstatt die Geschichte voranzutreiben. Gezaubert wird erst ganz am Ende ein bisschen. Gerade die letzten Seiten enttäuschen, da des von Cliffhangern nur noch so wimmelt. Drei weitere, ebenso kleine Bücher gibt es von den Magieren noch. Vielleicht hätte er sie zu einem großen zusammenfassen sollen. Einen Teil gebe ich ihm noch Zeit, mich zu überzeugen.
Die Magier (1 – Gefährten des Lichts) – Pierre Grimbert