Dschinnland (Die Sturmkönige 1) – Kai Meyer

5 von 5 Punkten – Es geschieht selten, dass ich bei einem Buch schon nach wenigen Seiten feststelle, etwas Besonderes in der Hand zu halten. Beim Kauf war ich noch skeptisch, ob Geschichten aus „1000 und einer Nacht“, Dschinns und fliegenden Teppichen nicht eher für Kinder gedacht sind. Aber weit gefehlt: Die Helden sind zwar Teppichreiter, aber auch gebrochene Persönlichkeiten, keine Strahlemänner, sondern nur kleine Schmuggler. Und die Wüste, die die Stadt Sarmarkand umgibt, wird von bestialischen Dschinns bevölkert, die ihre Mäuler mit dolchlangen Zähnen bis zum Bauch aufreißen können. Kai Meyer erzählt die Geschichte in hohem Tempo, vergisst aber nicht, die Besonderheiten der kargen Landschaft oder die wundersamen „Hängenden Städte“ gebührlich zu beschreiben. Auch das Gefühlsleben der Figuren kommt nicht zu kurz. So bleibt ihre Motivation immer nachvollziehbar. Das Buch hat eine abgeschlossene Handlung, aber es bleiben genug spannende Fragen offen, um die beiden Fortsetungen zu füllen.

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