Die Tage des Hirsches (Die Grenzländersaga 1) – Liliana Bodoc

3.5 von 5 Punkten – Nach den ersten Seiten dachte ich, dass die argentinische Autorin eine verquere Version der Kolonisation Amerikas niedergeschrieben hat, da die beschriebenen Völker der fruchtbaren Länder sehr an Inka erinnern und die alten Länder Europa darstellen. Aber das Buch geht deutlich weiter: Eine alte Prophezeiung berichtet vom Kampf der Menschen der alten Länder gegen Misaianes, der Verkörperung des ewigen Hasses. Sollten die Menschen siegen, so wollten sie über das große Meer setzen, um den fruchtbaren Ländern davon zu berichten. Sollten sie unterliegen, so dürften die fruchtbaren Ländern die Schiffe nicht anlanden lassen, denn Misaianes‘ Armeen würden kommen, um die letzten freien Menschen zu vernichten. So machen sich Abgesandte des Magierordens zu den verschiedenen Völkern auf, um deren Vertreter zu einem Konzil zusammenzurufen, dass entscheiden soll, was mit den gesichteten Schiffen geschehen soll…
Warum also muss Fantasy immer eine mittelalteriche Welt nachbilden und nicht auch mal die Indianer? Sobald man sich damit anfreundet, bekommt man bei den „Tages des Hirsches“ gute Standardkost mit bewährten Stilmitteln im ungewohnten Gewand geboten.

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