3.9 von 5 Punkten – Normalerweise lasse ich ein Buch immer etwas ruhen, bevor ich mich dem nächsten Teil zuwende. Bei der Weitseher-Reihe geht es aber derart intensiv zu und zugleich zäh vorwärts, dass ich einfach weitermachen musste. Auch im zweiten Teil hat man als Leser an die 1.000 Seiten zu bewältigen, die aber nie langatmig geraten, da alle paar Seiten etwas passiert. Die Intrigen in der Königsburg gehen in die nächste Runde. Die Lage hinter den Mauern wird immer unerträglicher, während das Reich unter dem Druck der Roten Korsaren langsam zerfällt. Nur die eigentliche Bedrohung der Entfremdeten, die vielleicht gar nicht die eigentliche Gefahr ist, wird hoffentlich im dritten Teil offenbart. Ich komme zu meinen einleitenden Worten zurück: Wie kann es ein Autor wagen, in zwei Büchern, selbst nach 2.000 Seiten, bei keiner der anfangs aufgeworfenen Fragen, aufgezogenen Bedrohungen und aufgegangenen Bühnen zum Abschuss zu kommen? Ich bin mal gespannt, wie Robin Hobb es schaffen will, dass alles im dritten und letzten Teil (der ersten Chronologie der Weitseher-Reihe) aufzulösen, ohne das es zu hektisch wird. Ach ja, das werden ja auch wieder 1.000 Seiten …
Der Schattenbote (Die Legende vom Weitseher 2) – Robin Hobb