Der widerspenstige Schwertkämpfer (Das Siebte Schwert 1) – Dave Duncan

3 von 5 Punkten – Nach der überragenden Pandemia-Saga (meine Kritik hier) war ich gespannt wie sich Dave Duncan in seinen anderen Büchern schlägt. „Das Siebte Schwert“ gehört zu den ersten Werken des Autors. Wallie Smith stirbt am Zeckenbiss und erwacht in einem mittelalterlichen Parallelunivsersum im Körper eines Schwertkämpfers. „Oh nein“, habe ich mir gesagt, „ob das was wird?“. Ja, wird es. Man muss die Geschichte mit einem Augenzwinkern lesen, wenn Wallie aka „Shonsu Schwertkämpfer“ seine moralischen Probleme mit Sklavenhaltung, Kastensystem und Blutvergießen durch Vergleiche von Häuserblocks oder Autobahnen zu begreifen versucht. Aber die ganze Geschichte wäre nicht so vergnüglich, wenn Wallie einfach nur ein Schwertkämpfer wäre (und zwar der Beste). Man könnte die Handlung als Kammerspiel bezeichnen. Die riesige Tempelanlage der Göttin bildet Wallies Gefängnis. Erst wird er real inhaftiert und durchlebt Demütigung und Folter (ausführlich beschriebene Folterqualen scheinen ein Lieblingsthema des Autos zu sein), dann kommt er zwar frei, wird aber durch Intrigen korrupter gieriger Schwertkämpfer an unsichtbaren Fesseln gehalten. Er muss entkommen, er will entkommen, kann jedoch nicht hunderte Gegner niederstrecken. So beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, wobei die Maus größer und stärker als die Katzen ist, aber aus einer anderen Welt stammt und die Regeln nicht kennt.

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