Die Nornenkönigin – Tad Williams

3 von 5 Punkten – Wieder standen mir 900 Seiten bevor, die die Welt von Osten Ard und den Kampf gegen den wahnsinnigen König Elias beschreiben. Dieser hockt aber immer noch in seiner Burg, während Ineluki, der Sturmkönig, auch im dritten Teil der Saga nur eine Bedrohung bleibt und die titelgebende Nornenkönigen auf ein paar im Buch verstreuten Seiten in ihrer Eishöhle grübelt. Was eigentlich passiert? Eine ganze Menge! Aber eben nichts, was die Geschichte merklich nach vorne treibt. Die Charaktere wachsen oder werden erwachsen, man lernt mehr über die Motivation ihrer Handlungen oder ihres Nichtstuns. Ein Tiefpunkt waren für mich die vielen kleinen Abenteuer, wo ich mich fragte: „Warum denn jetzt auch das noch?“ Aber vielleicht laufen die Fäden ja im vierten und letzten Teil zusammen. Höhepunkt ist die Belagerung und der Sturm auf den Berg der Geflüchteten. Wenn Tad Williams nicht so gut schreiben könnte, hätte ich wahrscheinlich irgendwann zu den letzten Seiten vorgeblättert. Der „Drachenbeinthron“ erforderte viel Geduld, während der „Abschiedsstern“ ordentlich Tempo gemacht hat. So hoffe ich, dass meine Geduld mit dem dritten Teil dann im vierten belohnt wird.

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