2 von 5 Punkten – Warum? Warum nur habe ich noch einen Band der Serie gelesen, die so stark angefangen hat und dann mit den Fortsetzungen derart stark wurde, dass ich bei all den Übertreibungen Kopfschmerzen bekam? Na ja, ich wollte in den Urlaub und habe einen Tag vorher festgestellt, dass ich nichts anderes mehr zum Lesen hatte. Gelogen? Nicht ganz, aber ich muss doch zugeben, dass ich ein paar offene Fragen der bisherigen drei Romane beantwortet haben wollte. Immerhin ist Band vier in Wirklichkeit der zweite Teil des zweiten Buches (für den deutschen Markt wurden die Bücher zerhackt) und somit ging die Geschichte sofort weiter, ohne die umständliche Einführung des Vorgängers (siehe Kritik Schatttenherz). Leider wurden die Übertreibungen von David Farland noch unglaublicher, und das will im Genre Fantasy schon was heißen! Diesmal sind es nicht nur die Runenlords, die immense Kräfte ihrer Übereigner übernehmen, jetzt kommen auch noch kleine Kinder hinzu, die das Gehirn ihrer Gegner fressen, um an deren Erinnerungen zu gelangen. Ach ja: Was ich vielleicht durch die beiden verbliebenen Fortsetzungen noch erfahren will: Was hat es mit den verdächtigen „Days“ (Geschichtsschreibern) auf sich, die alles wissen, aber nie etwas sagen, wird der verrückte Windlord wiederkehren (die einzig gute Szene in diesem Buch), begeht der wankelmütige Held endlich mal Selbstmord und frisst die „Grüne Frau“ am Ende alle auf?
Die Bruderschaft der Wölfe (Die Herren der Runen 4) – David Farland