3 von 5 Punkten – „Der ewige Held“ tritt hier als Corum, einem elfenähnlicher Kämpfer auf. Das „Buch Corum“ ist in sechs Bände unterteilt (alle zusammen auf fast 900 Seiten), die aber eigentlich zu zwei Geschichten gehören. In der ersten geht es um den Kampf zwischen Gut und Böse, in dem Corum widerwillig hineingezogen wird. Hier trifft man auf gute Fantasy-Handarbeit: große Schlachten, harte Einzelkämpfe, magische Relikte, abgrundtief Böse und strahlend Gute. Ein besonderes Merkmal des Helden sind seine Verstümmelungen, deren magischer Ersatz ihm immer wieder das Leben rettet. Auch sehr interessant sind die 15 Ebenen, so etwas wie Parallelwelten, auf denen die Handlung spielt. Die zweite Geschichte hält nur noch wenig von alledem bereit: Man trifft zwar altbekannte Gegner und Gefährten, der Grundkonflikt des ersten Teils ist aber nicht mehr vorhanden, und so muss sich die Spannung eben durch eine wirre Geschichte winden. Sprachlich gehört Moorcock zu den Größen des Genres, da macht auch der schwache zweite Teil immer noch Spaß.
Das Buch Corum – Michael Moorcock