Dunkel über Longmot (Die Herren der Runen 1) – David Farland

4 von 5 Punkten – Wenn der Zweck die Mittel heiligt, lassen sich Gut und Böse in diesem Buch nicht mehr unterscheiden. Die Runenlords beschützen ihr Volk, indem sie körperliche oder geistige Fähigkeiten ihrer Untertanen übernehmen und so stärker, klüger, schneller und/oder schöner werden. Die „Übereigner“ werden zu Invaliden und Pflegefällen. David Farland lässt die Runenmagie zum Glück nicht nur einfach existieren, er hinterfragt sie durch seine Charaktere, ohne die Handlung ins Stocken geraten zu lassen, in der vom harten Zweikampf bis zur gewaltigen Schlacht alles geboten wird. Ein Punkt Abzug gibt es dafür, dass der deutsche Verlag den Dreiteiler zu einem Sechsteiler gemacht hat, und der erste Teil zu abrupt endet (zum Glück sind alle Teile gebraucht günstig zu erstehen). Weiterhin fehlt Farland, trotz seines Namens, das Händchen für ausführliche Beschreibungen von Landschaften und Umgebungen.

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