Im Dienst der Seelenfänger (Die schwarze Schar 1) – Glen Cook

2.5 von 5 Punkten – Eigentlich ist das Buch eine Zumutung, aber eine gut gemachte. Der Chronist einer Söldnertruppe schildert die Erlebnisse seiner „Schwarzen Schar“ im Dienste der Lady, einer wiedererweckten Bösen, die die Nordländer unterjocht und die Rebellen niederschlagen will. Dies beschreibt der Chronist ohne Ausschmückungen, ohne Firlefanz, ohne sanfte Worte. Das Buch wird beherrscht von kurzen S-P-O-Sätzen und einem Stil, der zu harten Söldnern, die ihre eigene Vorstellung von Moral haben, passt. Damit wirken die Chroniken zwar stimmig, aber richtige Lust kommt beim Lesen nicht auf. Das Buch hat mir einfach keinen Spaß gemacht, mich nicht gefesselt, nicht Besitz von mir ergriffen. Ich bin zwar kein Freund von strahlenden Helden und dem ewigen Kampf von Gut und Böse, dessen Ausgang eigentlich schon nach den ersten Seiten klar ist, aber in diesem Buch fehlte es völlig an Guten, es gab nicht mal unschuldige Opfer. Eigentlich waren alle irgendwie böse, aber auch nicht zu viel. Zum Schluss dieses ersten Teils, der insgesamt zehn Bände umfassenden Reihe (bisher nur drei in Deutsch), kommen doch  noch so etwas wie Gewissensbisse auf, die etwas Hoffnung verbreiten sollen.

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