3.5 von 5 Punkten – Hat mich dieses Buch geärgert! Ich habe mich extra für die Taschenbuch-Ausgabe von 1993 von Knaur entschieden, da ich hoffte, es wäre im besseren Zustand als ein Erstdruck von 1958. Der Verlag hat es aber geschafft, 17 Seiten zu vergessen (von Seite 240 direkt zu Seite 257) und in Kapitel 6 einfach nach 4 Seiten wieder 6 Seiten von Kapitel 5 zu drucken um dann erneut mit Kapitel 6 zu beginnen. Die Idee der Erählung ist jedoch spannend: Die frühen Jahre des Theseus, mytholigischer Held griechischer Vorgeschichte, so nacherzählt, wie sie wirklich hätte sein können, also ohne Ungeheuer und Zauberei, dafür aber in einer Welt, die nur blutige Riten kennt. Gerade die Variante des Labyrinth des Minotauros ist sehr gelungen. Was stört (neben den fehlenden Seiten): 1. Ganz ohne Zauberei geht es dann wohl doch nicht, aber sie bleibt nur ungewiss. 2. Die „Ich-Perspektive“ finde ich in Romanen sehr selten gelungen, auch bei „Der König muss sterben“ musste ich mich immer wieder rantasten.
Der König muss sterben – Mary Renault