3.5 von 5 Punkten – Tolkien preist das Buch als eines der besten, die er je gelesen hat. „Der Wurm“ hat es mir aber nicht leicht gemacht. Dämonen kämpfen gegen Hexen. Die Dämonen sind aber eher aufgebrezelte Elfen mit Hörnchen, die Hexen schwere Krieger. Zwar gibt es auch Wichte und Kobolde, aber irgendwie erscheinen sie alle sehr menschlich. Das Buch ist sehr schwer zu lesen, irgendwo zwischen Isländischen Sagas und Griechischer Mythologie verortet. Seitenlang kann man sich die prächtigen Paläste beschreiben lassen, ebenfalls seitenlang auch die Kleidung von einzelnen „Helden“. Gefühlte 100 Seiten gehen für eine Kletterpartie zweier Dämonen drauf, der ich fast nichts abgewinnen konnte, da mir der Bezug dazu fehlt. Warum ich es dann gelesen habe? Weil es etwas ganz Besonderes ist. 1922 geschrieben, barocke Sprache, barocke Bilder, spannende fessende Geschichte, massenweise große Schlachten, abgetrennte Körperteile, literweise Blut, schöne Prinzessinnen, Zauberei …
Meine Ausgabe hat ein Vorwort des Übersetzers, der leider viel zu viel vom Inhalt preisgibt, und sich rühmt ein eigentlich unübersetzbares Buch übersetzt zu haben. Auch dafür gibt es Punktabzug. Also: Wer sich daranwagt (gebraucht für ca. 5,00 EUR) nicht das Vorwort lesen, nicht Wikipedia o.ä., sondern direkt mit der Inkarnation einsteigen (die auch eigentlich nichts mit der Geschichte zu tun hat, aber eben dazugehört).